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Von Lämmern und Hasen- Das süße Osterspezial

Ihr Lieben, es ostert sehr. Bekanntlich fängt der Osterwahnsinn schon kurz nach Weihnachten an aber jetzt wird es wirklich allerhöchste Zeit, sich Gedanken zu machen, was es für süße Kleinigkeiten zum alljährlichen Osterbrunch geben soll oder welche Köstlichkeit ich zum Kaffee am Ostersonntag backen könnte.

Ich habe mir für euch darüber Gedanken gemacht. Habe Internet-Highlights ausprobiert und Klassiker, die nicht fehlen dürfen, neu entdeckt. Ich habe niedliche Cupcakes für die kleinen Osterfans und etwas mit Schwips für die Großen. Ich hoffe, es ist für jeden was Passendes dabei und wünsche Euch und euren Lieben ein wunderschönes Osterfest.

 

Cupcakes für Kids oder verspielt geht immer:

Ich habe zwei Varianten ausprobiert, die gerade im Internet sehr gehypt werden, ausprobiert. Zum einem den Cupcake mit den Marshmallow- Hasenohren und zum anderen das Cupcake- Schaf. Ich habe für beide Varianten mein liebstes Cupcakerezept als Basis genommen:

Zutaten für 18 Stk.

  • 125g weiche oder zerlassene Margarine
  • 125g brauner Zucker
  • 3 Eier
  • 3 El saure Sahne
  • 80g Zartbitterschokolade
  • 1 El Backkakaopulver
  • 175g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 125g Marhmallows
  • 3 EL Milch

Für die Deko:

  • Mini- Marshmallows
  • Marzipan
  • große Marshmallows
  • Kokosflocken
  • Glitzer- bzw Dekozucker (Farbe beliebig)

Die Zartbitterschokolade über einem Wasserbad in einer hitzebeständigen Schüssel schmelzen und etwas abkühlen lassen.

Für die Cupcakes, die weiche oder die in der Mikrowelle zerlassene Margarine mit dem Zucker so lange rühren, bis eine helle, schaumige Masse entstanden ist. Nacheinander die 3 Eier hinzugeben und glattrühren. Die saure Sahne und die geschmolzene Schokolade unterheben. In einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und dem Backkakaopulver vermischen und langsam zu der übrigen Masse hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren.

Ein Muffinblech mit Förmchen auslegen oder doppelte Förmchen auf ein Backblech stellen und den Teig gleichmäßig einfüllen, ca 2/3 des Förmchens. Die Muffins bei 180 Grad Umluft 20 Minuten backen. Stäbchenprobe nach der angebenen Backzeit gibt Gewissheit. Bleibt kein Teig kleben, sind die Küchlein fertig.  Herausnehmen, 5 Minuten im Muffinblech abkühlen lassen, danach auf ein Küchengitter setzen und komplett auskühlen lassen.

Derweil die 125g Marshmallows und die 3 EL Milch in einer hitzebeständigen Schüssel über dem Wasserbad unter Umrühren, schmelzen. Ich finde es nicht schlimm, bunte Marshmallows zu nehmen. Dann wird die Masse zwar eher beige statt weiß aber reinweiße Marshmallows bekommt man nicht immer und wer auch manchmal eher praktisch veranlagt ist, braucht nicht ewig zu suchen, denn der Effekt ist der Gleiche.

Die ausgekühlten Muffins eventuell gerade schneiden, falls sie etwas ungleichmäßig aufgegangen sind. Ein EL von der geschmolzenen Marshmallowmasse darauf geben.


Nun zur Deko:

Für die Hasen müsst ihr von den großen Marshmallows jeweils einen diagonal mit einer Schere durchschneiden. Die Schnittflächen sind klebrig und können in den Dekozucker eurer Wahl gedrückt werden. Dieser bleibt dann daran haften und bildet das Innere des Hasenöhrchens. Dies mit beiden Marshmallowseiten wiederholen. Die mit der Marshmallowmasse bestrichenen Muffins über eine leere Schüssel halten und rundherum mit Kokosflocken bestreuen, bis der ganze obere Muffin damit bedeckt ist. Die Öhrchen mit der nun farbigen, glitzernden Seite nach vorne daraufsetzen. Als Näschen habe ich einen halben Mini- Marshmallow verwendet.


Für die Schäfchen benötigt ihr weitaus mehr Mini-Marshmallows. Diese setzt ihr auf die mit der Marshmallowmasse bestrichenen Oberseite des Muffins und zwar mit der Schnittseite nach oben bzw unten und setzt sie dicht an dicht bis fast der ganze Muffin bedeckt ist. Nur an einer Seite lasst etwas Platz für das Köpfchen. Das habe ich aus Marzipanmasse geformt und ebenso die Ohren. Das Gesicht habe ich mit Lebensmittelstiften gemalt aber ich kann mir das auch gut mit geschmolzener Schokolade vorstellen. Den Schafskopf auf die freigelassene Stelle setzten. Fertig sind die Osterlämmchen.

 

 

Das große Osterlamm:

Hefeteig darf an Ostern natürlich nie fehlen. Dafür habe ich dieses Jahr ein Osterlamm aus Mohnschnecken geformt. Das ist wirklich einfach und sieht toll aus. Dafür braucht ihr die Hälfte meines Grundrezeptes für den Hefeteig und die Häfte der Mohnfüllung. Ihr müsst den Teig soweit vorbereiten, dass er das erste Mal bereits gegangen ist und sein Volumen verdoppelt hat. Nun nochmals durchkneten. Ihr rollt den Teig bis auf ein Rechteck von ca 40x 20cm aus. Ihr müsstet jetzt noch immer etwas Hefeteig übrig haben, den braucht ihr später noch. Bestreicht das mit der Füllung aus Backmohn und Pudding. Rollt das Rechteck von der Längsseite eng auf und schneidet nun kleine Schnecken mit ca 5cm Durchmesser ab. Daraus wird der Lammkörper. Ordnet die Schnecken zu einem ovalen Kobus an. Drei oben, drei nach hinten versetzt in der Mitte und drei unten wiederum nach vorne versetzt. Aus dem übrigen Hefeteig formt ihr einen ovalen Kopf mit zwei hängenden Öhrchen und zwei Kugeln für die Beine. Zu guter Letzt eine ovale Kugel fürs Schwänzchen. Am Besten macht ihr das Formen des Lamms schon auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech. Wenn ihr mit eurem Schaf zufrieden seid, deckt es mit einem Küchenhandtuch ab und lasst es ca zwanzig Minuten gehen. Ihr solltet nicht zu groß arbeiten, da es durch das erneute Gehen und durch das Backen erneut an Volumen zunimmt. Ein Eigelb und etwas Milch verquirlen und das Lamm damit bestreichen bevor ihr es bei 200Grad Umluft ca 20 Minuten backen lasst, bis es goldbraun ist. Wer möchte, kann dem Schaf auch vor dem Backen noch Augen machen z.B. mit Schokotropfen oder Rosinen.

 

Aus dem restlichen Hefeteig, solltet ihr mein gesamtes Grundrezept herstellen, was ich persönlich immer mache, denn man kann nie genug Hefeteig haben, könnt ihr einfach Osternester oder Hasen formen. Ebenfalls nochmal gehen lassen und nach Geschmack mit Hagelzucker bestreuen. Mit dem restlichen Ei-Milch-Gemisch vor dem Backen bestreichen und genau wie das Lamm  bei 200Grad Umluft backen bis es eine goldene Farbe hat.

 

Für die Eiligen habe ich kleine Osternester:

Zutaten für ca 6 Stück:

  • 100g Vollmilchkuvertüre
  • 50g Puffreis
  • 50g Knuspermüsli
  • Aprikosen aus der Dose
  • 4 EL Puderzucker
  • 3 EL Eierlikör
  • 200g Ricotta
  • 200g Frischkäse

Die Kuvertüre in einer hitzebeständigen Schüssel über dem Wasserbad schmelzen. Ist die Kuvertüre vollständig aufgelöst, den Puffreis und das Müsli damit vermengen. Ich habe Dessertringe als Form benutzt aber man kann auch freihändig kleine Haufen formen und diese leicht andrücken. Als Unterlage habe ich ein Küchenbrett mit Alufolie belegt. Die Dessertringe mit zwei EL von Schokoladen-Müsli-Mischung befüllt, leicht festgedrückt und vorsichtig den Ring abnehmen. Das reicht für ca 6 Stück. Diese 30 Minuten kaltstellen. In der Zwischenzeit den Puderzucker, Eierlikör, Ricotta und Frischkäse zu einer glatten Masse verrühren. Ebenfalls nochmals kaltstellen. Dann die Ricottamasse auf den Müslifladen gleichmäßig verteilen und eine Aprikosenhälfte daraufsetzen.

 

Spiegeleierkuchen- die beschwipste Variante

Zutaten für ein Blech:

  • 1 Liter Milch
  • 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 300g Zucker
  • 200g Margarine
  • 200g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 75-100ml Eierlikör (nach Geschmack)
  • 4 Becher Schmand
  • 2 Dosen Aprikosen
  • 4 Päckchen Tortenguss + ca 1oog Zucker

Aus dem 1 Liter Milch, dem Puddingpulver und 100g Zucker nach Anleitung auf der Packung einen Pudding kochen. Diesen erkalten lassen, am Besten noch warm mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Dann den Rührteig herstellen. Den Zucker mit der zimmerwarmen Margarine schaumig schlagen, In einer separaten Schüssel Mehl und Backpulver mischen. Dies zu der Zuckermischung hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Diesen auf ein gut gefettetes Backblech streichen. Ihr könnt den Boden auch mit Backpapier auslegen und den Rand gut fetten. Den Boden bei 200 Grad Umluft 15- 20 Minuten backen. Herausnehmen und erkalten lassen. Inzwischen den kalten Pudding mit dem Schmand und dem Eierlikör verrühren. Auf den ausgekühlten Boden wird nun gleichmäßig die Puddingmasse gestrichen. Die Aprikosen abgießen, den Saft unbedingt auffangen, den benötigen wir später noch. Die abgetropften Aprikosen mit etwas Abstand auf dem Pudding verteilen und den ganzen Kuchen nochmal bei 200 Grad Umluft ca 15 Minuten backen, er sollte leicht gebräunt sein aber nicht zu dunkle Stellen haben, das sieht nicht schön aus. Kuchen erneut abkühlen lassen und dann den aufgefangenen Saft der Aprikosen auf 500ml mit Wasser verdünnen. Ich würde nicht den reinen Saft nehmen, da es sehr süß wird. Ich mache bei Tortenguss immer halb und halb. Tortenguss nach Packungsanweisung kochen und warm über die Aprikosen und den erkalteten Kuchen gießen, sodass der gesamte Kuchen bedeckt ist. Wenn der Tortenguss fest geworden ist, könnt ihr den Kuchen in quadratische Stücken schneiden, sodass auf jedem Stück eine oder zwei Aprikosen sind. Natürlich könnt ihr den Kuchen alkoholfrei backen, lasst den Eierlikör einfach weg und ihr habt einen wunderbaren Kuchen, der nicht nur an Ostern schmeckt.

 

Ich wünsche Euch besonders viel Spaß beim Nachbacken und verabschiede mich über die Osterfeiertage von Euch, melde mich aber am Sonntag, den 23.04.17 mit neuen Backkreationen zurück.

 

Eure Cora

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4 Kommentare

  • Reply Jelina 12. April 2017 at 18:31

    Liebe Cora,
    diese Cupcakes sind zu süß und kommen genau zur rechten Zeit. Mein kleiner Junge wird an Ostern 6 Jahre alt. Statt eines Kuchens werde ich mich daran versuchen. Danke für diese tolle Idee!
    Jelina

    • Reply Cora 17. April 2017 at 21:46

      Liebe jelina, das freut mich sehr, dass ich dich damit inspirieren konnte und ich hoffe dein kleiner hatte einen schönen Geburtstag und hat sich über die cupcakes gefreut
      Liebe Grüße
      Cora

  • Reply JOB 14. April 2017 at 14:53

    Habe mich heute an dem Spiegeleierkuchen versucht. Sieht zwar nicht ganz so fantastisch aus wie bei dir, aber schmeckt super! Danke für die tolle Rezeptidee meine Liebe!

    • Reply Cora 17. April 2017 at 21:48

      Geschmack ist das, was wirklich wichtig ist beim backen. Ich freue mich sehr, dass dir meine Rezepte gefallen.
      Liebe Grüße
      Cora

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